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2026-09-04 · 4 мин

Was als Ersatzteile an Bord mitführen: Verbrauchsmaterial-Liste für die Saison

Welche Teile man auf der Yacht vorhalten sollte, damit ein Defekt nicht zu einer Woche am Steg wird. Liste nach Baugruppen, mit Begründung, warum genau diese.

Der Ersatzteilbestand an Bord folgt einer einzigen Regel: Mitgeführt wird, was vorhersehbar ausfällt und das Schiff stillsetzt, und was in einem fremden Hafen schwer zu bekommen ist. Alles andere wird vor Ort gekauft.

Die folgende Liste ist nicht „für alle Fälle" zusammengestellt, sondern nach Ausfallhäufigkeit. Sie passt in eine Kiste unter der Koje.

Motor und Kühlung

  • Flügelrad der Seewasserpumpe und Deckeldichtung. Der häufigste Ausfall am Motor, hält zwei bis drei Saisons. Ausführliche Analyse in einem eigenen Artikel.
  • Lichtmaschinenriemen. Reißt ohne Vorwarnung, und mit der Ladung fällt meist auch der Antrieb der Frischwasserpumpe aus.
  • Kraftstofffilter, beide: Vorfilter mit Wasserabscheider und Feinfilter. Vom Seegang aufgewirbelter Bodensatz aus dem Tank setzt den Filter binnen einer Stunde zu.
  • Ölfilter und Öl für einen Wechsel.
  • Flügelrad des Wärmetauschers oder Dichtungssatz für den Deckel — der Wärmetauscher muss genau dann geöffnet werden, wenn das Flügelrad zerbröselt.
  • Thermostat. Eine Kleinigkeit, aber ohne ihn wird der Motor entweder nicht warm oder kocht über.

Kraftstoff

  • Handförderpumpe oder Ansaugball, falls die serienmäßige Pumpe nach einer Luftblase nicht zurechtkommt.
  • Dichtungssatz für die Kraftstoffleitung. Anschlussstutzen, Dichtscheiben.
  • Ein paar Meter Kraftstoffschlauch im passenden Durchmesser.

Gesondert: Führen Sie einen Trichter mit Sieb und Wasserabscheider mit. Das Betanken aus einem Fass in einem kleinen Hafen ist im Mittelmeerraum durchaus üblich, und Wasser im Tank kommt teurer als jedes Ersatzteil.

Seeventile und Bilge

  • Konische Holzstopfen, in der Anzahl der Durchlässe, direkt bei den Seeventilen festgebunden. Eine Cent-Sache, die das Schiff rettet.
  • Ersatz-Bilgenpumpe oder wenigstens Flügelrad und Membran für die Handpumpe.
  • Schlauchschellen, zwei Größenreihen. Nur nichtrostend, mit geschlossenem Band.
  • Ein bis zwei Meter Schlauch in den gängigen Durchmessern.

Elektrik

  • Sicherungen in allen Werten, die im Schaltschrank verbaut sind.
  • Klemmen und Crimpverbinder, selbstverschweißendes Isolierband.
  • Multimeter. Kein Verbrauchsmaterial, aber ohne es wird die Fehlersuche zum Raten.
  • Ersatzgeber für Temperatur oder Öldruck, falls diese an Ihrem Motor zum Lügen neigen.

Deck und Takelage

  • Reparatursatz für die Winsch: Sperrklinken, Federn, Schmierfett. Die Klinkenfeder ist ein Teil von zwei Gramm, wegen dem die Winsch nicht mehr hält.
  • Schoten und Fallen — mindestens ein Ersatzstück in passender Länge.
  • Schäkel, Karabiner, Sicherungsscheiben in den gängigen Größen.
  • Seilzüge und Splinte für die Rudersteuerung, falls diese über Seilzüge läuft.

Sanitär

  • Reparatursatz für die Toilette: Membranen, Ventile, Dichtungen. Ein Ausfall der Toilette hält das Schiff nicht auf, verdirbt die Überfahrt aber stärker als so manche andere Panne.
  • O-Ringe und Dichtungen des Wasserkreislaufs.

Werkzeug, ohne das der Vorrat nutzlos ist

Abzieher für das Flügelrad, ein Satz Schlüssel und Nüsse, Inbusschlüssel, Drehmomentschlüssel, Stirnlampe, ein Inspektionsspiegel mit Stiel und Handschuhe. Die Hälfte der Arbeiten im Motorraum wird blind mit einer Hand ausgeführt — Spiegel und Lampe sparen Stunden.

Was man nicht mitführen sollte

  • Große Baugruppen „auf Vorrat" — Anlasser, Lichtmaschine, Getriebe. Sie sind teuer, schwer und fallen selten aus. Es ist einfacher, sie bei Bedarf in den Hafen liefern zu lassen.
  • Verbrauchsmaterial mit Ablaufdatum. Gummi altert auch im Regal: Ein Flügelrad, das fünf Jahre in der Hitze gelegen hat, zerfällt genauso wie ein ausgedientes.
  • Universale „Bordreparatursätze" aus dem Laden. Die Hälfte der Teile passt nicht zu Ihrem Schiff, und genau das benötigte fehlt.

Wie man die Liste genau für das eigene Boot zusammenstellt

  1. Gehen Sie das Schiff durch und fotografieren Sie die Typenschilder: Motor, Getriebe, Pumpen, Winschen, Toilette, Ladegerät. Wie das geht — in einem eigenen Artikel.
  2. Notieren Sie für jede Baugruppe die Verbrauchsteile aus dem Handbuch.
  3. Markieren Sie, was davon das Schiff stillsetzt, wenn es ausfällt. Das ist Ihre Kiste.
  4. Prüfen Sie einmal pro Saison den Gummi im Vorrat: Er altert.

Wenn ein Reparatursatz für eine bestimmte Position nicht mehr hergestellt wird, ist das keine Sackgasse, sondern eine gewöhnliche Suchaufgabe. Schicken Sie ein Foto des Typenschilds, wir finden eine Lösung.

Ein Bauteil ist defekt und es gibt keinen Satz mehr?

Senden Sie ein Foto des Typenschilds. Wir identifizieren das Teil, finden es und liefern in Ihren Hafen.

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